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Über Friedrichroda

Lage:

FrodaDesktopFriedrichroda liegt im nördlichen Teil des Thüringer Waldes, also im sogenannten grünen Herz Deutschlands. Die südlichste Gemarkungsgrenze der Stadt bildet der berühmte Rennsteig, Deutschlands längster Höhenwanderweg, der 168 Kilometer durch wunderschöne Landschaften den Kamm der Thüringer Bergkette entlanggeht. Die Stadt Friedrichroda ist für Besucher durchaus leicht zu erreichen. Sie ist mit dem Eisenbahnnetz verbunden, und ist gar nicht weit von der A4 entfernt, d.h. von der Autobahn, die an Eisenach, Gotha, Erfurt und Weimar vorbeiführt. Von Gotha aus kann man auch mit der Thüringerwaldbahn fahren, die durch den schönen Wald nach Friedrichroda und noch weiter bis Tabarz geht.

Geschichte:

Friedrichroda_2009 004Friedrichroda wurde im jahre 1039 von Graf Ludwig dem Bärtigen gegründet, der aus Mainfranken hierherkam. Der alten Geschichte nach soll von ihm ein Vasall namens Friedrich das Recht erworben haben, den Wald zu roden und eine Rodungssiedlung zu bauen, wodurch der Name Friedrichroda entstand.

Eine frühe Burg, die Schauenburg, wurde 1265 wegen ihres schlechten Rufes als Räuberhöhle zerstört. Die Einwohner lebten vom Eisenerz-, Braunkohlen- und Mineralienbergbau. Die Benediktiner bauten ein Kloster in Reinhardsbrunn, wo sie wohnten, bis sie 1525 im Laufe der Reformation verjagt wurden (in dieser Gegend war Martin Luther ziemlich aktiv).

Es gibt eine olle Geschichte, die erklärt, wie der naheliegende Berg den Namen Gottlob bekam.  Im Mittelalter nahm ein Adliger der Gegend den gutaussehenden Sohn eines Bauers in sein Haus. Da dieser junger Mann nicht von Adel war, hatte er Probleme, als er sich in eine schöne hochadelige Frau verliebte. Voller Angst ging das junge Paar auf den Adligen zu, um ihn um seine Zustimmung zu ihrer Ehe zu bitten. Zu ihrer großen Überraschung stimmte er zu, vorausgesetzt daß der junge Mann seine Verlobte vom Berg ins Tal hinunter und dann oben auf den gegenüberliegenden Berg tragen würde. Er ging mit seiner Verlobten in den Armen los. Es war für ihn nicht leicht, da der Berg sehr steil war, aber schießlich kam er schwankend am Gipfel an. Auf die Knie sinkend schrie er: "GottlobChristaFoto 047 bist du endlich die Meine!" - worauf er tot zu Erde fiel. Seit der Zeit heißt der Berg der Gottlob.

Nach der Reformation wurde das Kloster zu Reinhardsbrunn zu einer Kanzlei des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha, der es 1827 in ein Jagdschloß umbaute. Die englische Königin Victoria hielt sich während ihrer Reisen durch das von ihrem Ehemann beliebte Land Thüringen in Reinhardsbrunn auf.

Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Stadt wegen der Reinheit  ihres Wassers  0und der Qualität ihrer Bleichen zu einem berühmten Zentrum der Wäscherei, 0wo Wäsche für reiche Leute aus ganzem Deutschland gereinigt wurde. Am Sonntag gingen die Männer von Friedrichroda los mit großen Wäscherkörben 0auf dem Rücken, die sie so weit wie Erfurt trugen. Um die Verschmutzung der 0Bleichen zu vermeiden, wurde den Einheimischen die Geflügelzucht verboten. 0Aus ähnlichen Gründen mußten die Kühe, die sie in der Stadt züchten durften, 0jeden Tag in einem langen Zug durch die Stadt und oben auf die Bergwiesen 0geleitet werden. Dieser Brauch blieb bis zu den Friedrichroda_2009 017sechziger Jahren und machte 0ein sehr malerisches Bild.

Bald wurde Friedrichroda zu einem bekannten Ferien- und Badeort, dank der Gönnerschaft eines reichen Gothaer Buchhändlers namens Friedrich Justus Perthes, der im Jahre 1837 die Stadt zum ersten Mal besuchte. Davon war er so beeindruckt, daß er all seinen Kunden Friedrichroda als Urlaubsziel empfahl und die Stadt sich dadurch zunehmender Beliebtheit erfreute. Um die neuen Besucher unterzubringen, wurden große Ferienhäuser gebaut, wobei jedes Gästezimmer seinen eigenen Balkon hatte.


Sehenswertes:

Friedrichroda besitzt neben seiner einmalig guten Luft und der einzigartig umgebenden Landschaft noch interessante Sehenswürdigkeiten, welche ein Menge über die Geschichte und die kulturelle Entwicklung von Friedrichroda aussagen.

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